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23.06.2022 15:32 Alter: 5 days
Kategorie: Rathaus

Entwicklungskonzept Hünfelden auf der Zielgerade - aktuellen Stand des IKEK-Projektes


Im Herbst sollen erste Maßnahmen zur Stärkung der Ortsteile von Hünfelden beschlossen werden.

Seit Sommer letzten Jahres arbeitet die cima Beratung + Management GmbH im Auftrag der Gemeinde und in Abstimmung mit der Landkreisverwaltung an einem Entwicklungskonzept für Hünfelden. Nach zahlreichen Beteiligungen der Bürgerinnen und Bürger befindet sich das Entwicklungskonzept nun auf der Zielgeraden. „Wir planen eine Beschlussfassung im Gremium im Herbst und wollen dann zügig mit der Umsetzung der ersten Fördermaßnahmen starten“, skizziert Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer den ambitionierten Zeitplan.

Seit rund einem Jahr arbeitet die cima gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung und in Abstimmung mit dem Landkreis Limburg-Weilburg intensiv an der Entwicklung eines Dorfentwicklungskonzeptes für Hünfelden. Begleitet wurde die Konzeptentwicklung durch eine Steuerungsgruppe, in der Vertreter:innen aus der Bürgerschaft und aus den Ortsteilen vertreten waren. „Bei vielen Maßnahmen haben wir in Abstimmung mit der Steuerungsgruppe die engagierten Bürger:innen in Hünfelden bei dem Prozess mitgenommen“, so Bürgermeisterin Scheu-Menzer zum dialogorientierten Ansatz für Hünfelden. Ortsteilgespräche, eine Bürgerbefragung mit hoher Beteiligung, zwei digitale Bürgerforen sowie zahlreiche Abstimmungen mit der Verwaltung sind durchgeführt worden. Auch ein erster Erörterungstermin in Hünfelden mit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, die die Gesamtmaßnahmen in Hessen zur Dorfentwicklung begleitet, hat bereits stattgefunden.

Intensives bürgerschaftliches Engagement
Projektleiter Dr. Stefan Leuninger zeigt sich überzeugt, dass nach der Konzepterstellung auch eine zielgerichtete und nachhaltige Umsetzung der vielen Projekte und Maßnahmen erfolgen kann. „Insbesondere die Steuerungsgruppe hat sehr wertvolle Anregungen und Tipps im laufenden Prozess gegeben und wird auch in der 6-jährigen Umsetzungsphase eine wichtige Rolle einnehmen.“ Und weiter: „Auch im weiteren Projektablauf ist es wichtig, dass die engagierten Bürger:innen aktiv in die Projektumsetzung einbezogen werden.“

Grundzüge des hessischen Förderprogramms
Das Integrierte Dorfentwicklungskonzept, kurz IKEK, setzt in Hünfelden in zwei wichtigen Bereichen konkret an. Zum einen werden im Rahmen des 6-jährigen Förderzeitraumes in den Ortskernen private Sanierungs- und Investitionsmaßnahmen finanziell gefördert. Gerade die Stabilisierung des Wohnraumangebotes steht hier im Fokus. „Alle Immobilieneigentümer, die Sanierungen bzw. Investitionen planen, sollten im Moment noch die Beschlusslage durch das Gremium abwarten“, so die Empfehlung von Bürgermeisterin Scheu-Menzer. Zur fachlichen Begleitung der Eigentümer:innen in den Ortskernen werden ab Herbst des Jahres Beratungsleistungen ausgeschrieben, die von einem versierten Architekturbüro übernommen werden und die als erste Anlaufstelle für die Immobilieneigentümer:innen dienen. Die zweite Säule stellt die finanzielle Unterstützung von kommunalen Entwicklungsmaßnahmen im gesamten Gemeindegebiet dar. „Die Ertüchtigung der Dorfgemeinschaftshäuser und die Gestaltung des öffentlichen Raumes sind beispielhafte Maßnahmen, die vom Land Hessen gefördert werden.“

Zwischenfazit
Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer zeigt sich vom bisher eingeschlagenen Weg überzeugt. „Die intensive Einbindung der Bürger:innen aus allen Ortsteilen hat sich als gut und wichtig erwiesen. Zahlreiche Ideen und Maßnahmen wurden gemeinsam entwickelt, die jetzt im politischen Gremium zu priorisieren sind. „Zur Unterstützung der Verwaltung werden wir gemeinsam mit der Steuerungsgruppe prüfen, ob und in welchem Rahmen eine sog. Verfahrensbegleitung, die sich auch um Öffentlichkeitsarbeit und die Aktivierung von Projektgruppen kümmert, eingesetzt wird. In der Summe haben wir eine gute Möglichkeit, mit dem erarbeiteten IKEK und den finanziellen Mitteln aus dem hessischen Förderprogramm interessante und zukunftsweisende Projekte umzusetzen“, fasst Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer die Gesamtzielsetzung und den weiteren Weg zusammen.