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26.05.2020 14:54 Alter: 48 days
Kategorie: Rathaus

Information zur aktuellen Situation der Kinderbetreuung in gemeindlicher Trägerschaft


Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem 16. März 2020 sind die Kindertagesstätten und die Betreuung an der Freiherr-vom-Stein Schule aufgrund des Corona-Pandemie geschlossen.

Derzeit wird eine Notbetreuung angeboten, in der nur Kinder betreut werden können, deren Eltern bestimmten Personen- bzw. Berufsgruppen angehören.
Die Personengruppen sind in der Zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus der Hess. Landesregierung genau festgelegt.
Alle anderen Kinder dürfen zurzeit noch nicht betreut werden. Es besteht ein sogenanntes Betretungsverbot für die Einrichtungen.

Um das Risiko einer Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, muss im Rahmen der Notbetreuung in den Einrichtungen streng auf die Hygienemaßnahmen geachtet und die Gruppen so klein wie möglichgehalten werden.

Die Situation ist für alle schwierig und erfordert ein hohes Maß an Flexibilität.
Ständig musste man sich auf Veränderungen einstellen und die neuen Begebenheiten in die Organisation der Notbetreuung mit einbeziehen.

Wie sich die Betreuungssituation mit der angekündigten, stufenweisen Öffnung der Einrichtungen in den nächsten Wochen entwickeln wird, können wir zurzeit allerdings immer noch nicht genau einschätzen.

Welche Informationen liegen uns aktuell vor?

Durch einen Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) gemeinsam mit der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 28.04.2020 wurde ein gemeinsamer Rahmen der Länder für einen stufenweisen Prozess zur Öffnung der Kindertagesbetreuungsangebote festgelegt.

Dieser stufenweise Prozess ist definiert in:
1. Eingeschränkte Notbetreuung
2. Flexible und stufenweise Erweiterung der Notbetreuung (aktuelle Situation)
3. Eingeschränkter Regelbetrieb
4. Vollständiger Regelbetrieb

Im weiteren Prozess war es Aufgabe der Länder, über die nächsten Schritte zu entscheiden.

Am 20.05.2020 gab es dazu die entsprechende Presseinformation des Hess. Ministeriums für Soziales und Integration.
Die Hess. Landesregierung und Vertreter der Landkreise und Kommunen haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt, damit soll ab dem 02.06.2020 eine eingeschränkte Regelbetreuung möglich sein.

Folgende Punkte wurden vereinbart:

  • Der Regelbetrieb kann nur eingeschränkt unter den Maßgaben des Infektionsschutzgesetzes aufgenommen werden.
  • Familien, in denen ein Elternteil in einem in der Zweiten Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus definierten Beruf arbeitet und der andere Elternteil auch berufstätig ist, haben Anspruch auf Betreuung.
  • Ab 25. Mai 2020 gilt außerdem eine Härtefallregelung für Familien, wenn der Wegfall der Betreuung eine besondere Härte darstellt.
  • Kinder mit Behinderung dürfen ab 25. Mai 2020 in die Notbetreuung.
  • Die weiteren freien Plätze werden von den Trägern ggf. in Abstimmung mit dem Jugendamt vergeben.
  • Das Land legt Hygieneempfehlungen vor, damit die Träger die bestehenden Hygienepläne der Einrichtungen anpassen können.


Die Presseinformation finden Sie hier.

Die Landesregierung wird den beschlossenen Rahmen in einer Verordnung festhalten - die liegt jedoch noch nicht vor!


Was ist jetzt geplant / wie soll es weitergehen?

  • Neben der Notbetreuung, die in allen Einrichtungen täglich neu zu organisieren ist, werden schon seit einiger Zeit Überlegungen angestellt, Ideen gesammelt und Vorbereitungen für die Öffnung der Einrichtungen getroffen.
    So wurden u.a. Entwürfe für Raumkonzepte vorbereitet, an Hygiene- und Schutzkonzepten wurde gearbeitet.
  • Absehbar ist schon jetzt, dass es längerfristig Beschränkungen geben wird!
  • Die Betreuungsangebote können aufgrund der Vorgaben der Gruppenhöchstgrenzen und der Tatsache, dass das Betreuungspersonal nicht vollumfänglich zur Verfügung steht, nicht in vollem Umfang geboten werden.
  • Die Gemeinde Hünfelden hat als Träger der Einrichtungen die Verantwortung und Fürsorgepflicht für den Gesundheitsschutz der Beschäftigten.
    Für den Einsatz des Personals ist immer das individuelle Risiko maßgeblich. Wir haben mehrere Mitarbeiterinnen, die nach den bisherigen Erkenntnissen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben und deshalb nicht in der Kinderbetreuung eingesetzt werden können.
  • Erste konkrete Festlegungen für die eingeschränkte Regelbetreuung und die Öffnung der Kindertageseinrichtungen werden getroffen, sobald die neue Verordnung und die Hygieneempfehlungen vorliegen.
  • Hierzu werden wir uns bei Bedarf auch mit dem Amt für Jugend, Schule und Familie und dem Gesundheitsamt des Landkreises Limburg-Weilburg abstimmen.



Wir werden Sie anschließend erneut informieren.

Auch alle Familien werden sobald wie möglich informiert.
Die Kindertageseinrichtungen nehmen direkten Kontakt mit den Familien auf, informieren dann über Beginn und Zeitrahmen der Betreuung, die Schutzkonzepte sowie Regelungen zum Infektionsschutz.

Gerne können Sie diese Informationen aber schon einmal an die Eltern weitergeben.

Wir alle hoffen, dass bald wieder ein von Normalität geprägter Betreuungsalltag – wenn auch in eingeschränkter Form - stattfinden kann.

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Ihre

Silvia Scheu-Menzer, Bürgermeisterin